Jubiläumsturnier? Eher nicht!

Gepostet von am 28 Jun 2017 in Agility, Alltag, Turniere | Keine Kommentare

Jubiläumsturnier? Eher nicht!

Manche von euch haben es ja sicherlich über Facebook bereits verfolgt. Ich habe überlegt, ob ich überhaupt hier etwas dazu poste, weil es immer noch so unglaublich ist, dass man es eigentlich ganz schnell vergessen will. 😀
Angefangen hat es bereits vor einigen Monaten. In FB wurde ein Turnier per Veranstaltung geteilt: Jubiläums Agilityturnier der SV OG Erfurt am Lütsche Stausee. Klang mega gut. Agility direkt an nem See und auf nem Campingplatz, mal was Neues. Schnell entschieden Karsten, Patrick und ich dass wir dort gern hin wollen, haben direkt zum Meldestart gemeldet und dann auch Startplätze bekommen.

Wir buchten also den Campingplatz und André nahm extra das Wochenende frei, sodass wir am Freitag Mittag mit Patrick zusammen nach Oberhof (nahe Erfurt) zum Campingplatz fuhren (400km). Bereits auf dem Weg dorthin konnte man über FB verfolgen, dass geschrieben wurde, dass der Platz ein „Reinfall“ wäre. Wir schrieben während der Fahrt mit einer Agisportlerin aus Berlin, deren Bekannte bereits vor Ort war und uns immer up-to-date hielt.

Die Hinfahrt war dann schon echt mühselig, weil wir von einem Stau in den anderen fuhren. Schließlich kamen wir erst 19 Uhr an. Am Campingplatz wirkte man schon etwas überfordert, dass wir noch anreisen wollten und dann stellte man uns mitten an die Durchfahrt, weil sonst nichts mehr frei wäre. Ahja… nur zwei Reihen weiter wäre direkt am Wald was frei gewesen. Na egal. Sind ja nur 2 Nächte.
Der Boden war einfach gruselig steinig. Also kein Zaun für uns. Auch ok, bleiben die Hunde eben an der Leine. Aber genervt waren wir da schon.
Zusammen mit Karsten gingen wir dann den Platz begutachten und fielen fast aus den Latschen. Der Parcours war WINZIG, gefühlt 10 auf 20 Meter. Es passten ganze 15 Zelte an den Parcoursrand, dann war es voll und das krasseste: Der Boden im Parcours war übersäht von faustgroßen Steinen, nem hohen Gulliloch und Unebenheiten, dass man sich nur beim Hinsehen die Knochen brechen könnte. Für uns war sehr schnell klar, dass dieser Platz eine Gefahr für Mensch und Hund ist und wir auf diese Gefahr keine Lust haben. Wie viele andere, entschieden wir uns das Turnier abzumelden. Frust. 400 km, große Vorfreude, hohe Erwartungen und dann… das.

Die Stimmung war etwas gedrückt, aber wir wollten uns nicht gänzlich runterziehen lassen und entschieden den Samstag zusammen zu  wandern, um die Zeit wenigstens etwas zu nutzen.
Vom Turnier haben wir dadurch nicht mehr viel mitbekommen, waren nur gelegentlich mal zuschauen (wenn man es denn konnte, man hatte ja keinen Platz) und bekamen das Desaster am Rande mit. Das war wirklich ein Reinfall. Mehr und mehr Starter meldeten ab und wenn man den Gesprächen lauschte, war die Mehrzahl wirklich enttäuscht. Kein Wunder.

Samstag frühstückten wir noch in Ruhe, dann kamen Karsten und Claudia und wir machten uns auf den Weg zur Wanderung. Natürlich war auch Taxi dabei, der sich die ganzen 10 km einfach wunderbar benahm und nur drohte, wenn Django zu Nah kam. Der Brave!
Die Umgebung war schön, auch wenn die steinigen Wege etwas schwierig fürs Laufen waren, aber wir haben es dennoch gepackt und erreichten die Schlossbergkanzel. Da war es wirklich schön und man hatte einen tollen Blick auf den Lütsche Stausee.

Am Abend haben wir dann schön zusammen gegrillt. Sonntag haben wir nur noch gefrühstückt und uns dann entschieden nach Hause zu fahren. War ne gute Entscheidung, denn so waren wir entspannt aufm Nachmittag Zuhause und konnten in Ruhe alles auspacken. Spontan haben wir uns entschieden noch ein paar Tage in Berolina zu bleiben und so sind wir erst heute wieder nach Hause gekommen.
Vermisse unseren Wohnwagen jetzt schon.

Am Samstag geht es dann für uns in den nächsten Urlaub. Unser Wurftreffen auf dem Edberghof. Ich freu mich schon riesig! <3

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